Über Uns
Inspiriert von der modernen Hospizbewegung, als deren Pionierin die britische Krankenschwester, Sozialarbeiterin und Ärztin Cicely Saunders gilt, erfolgte am 28. Juni 2003 die offizielle Gründung unserer Hospizstiftung Grafschaft Bentheim. Gemeinsam fördern wir hospizliche Projekte in der Region und stärken die finanzielle Basis der Hospizhilfe.
Die Hospizidee ist stark in der Grafschafter Bevölkerung verwurzelt und erfährt sehr viel Wertschätzung und Engagement. Dies spiegelt sich in der Arbeit von Vorstand und Beirat wider. Die Spenden und die Unterstützung sind für uns Verpflichtung und Motivation.
Das anfängliche Stiftungskapital von 25.000,- € konnte inzwischen auf über 350.000,- € gesteigert werden. Hier gilt unser Dank insbesondere den bisherigen Vorsitzenden, Dr. Hans Michael Schulz und Dr. Winfried Winter.
Erträge der Hospizstiftung kommen hospizlichen und palliativen Projekten in der Grafschaft Bentheim zugute.
Zur Erweiterung der Fördermöglichkeiten haben wir die primäre Ewigkeitsstiftung um eine Verbrauchsstiftung ergänzt. Zuwendungen können somit nicht nur in die Ewigkeitsstiftung überführt werden. Auch die direkte Förderung hospizlicher und palliativer Projekte durch erhaltene Spenden ist möglich. Die Abhängigkeit vom Zinsmarkt konnte reduziert werden.
In den nun schon mehr als 20-Jahren unserer Tätigkeit als Hospizstiftung haben sich die Anforderungen nicht geändert:
Den Hospiz-und Palliativgedanken langfristig im Blick zu behalten und alles zu tun, dem über Jahrzehnte geschaffenen Fundament nachhaltig Stabilität und Entwicklung zu geben.

Unsere Ziele
Unser Wirken als Hospizstiftung dient vor allem dazu, die Hospizidee in der Grafschaft Bentheim weiter zu entwickeln. Durch Anwachsen des Stiftungskapitals wollen wir eine langfristige Stabilität der Hospizarbeit in Nordhorn und der Region sichern. Dabei ist es wichtig zu verstehen, dass die moderne Hospizarbeit auf zwei Säulen ruht: der ambulanten und der stationären Versorgung.
Ambulante Hospizversorgung
Das Herzstück der ambulanten Hospizversorgung bildet das ehrenamtliche Engagement der Hospizhilfe, das von der Begleitung schwerkranker Menschen bis hin zur Unterstützung Trauernder reicht. Gestärkt wird das Angebot der Hospizhilfe durch eine gesetzlich verankerte hauptamtliche Spezialisierte Ambulante Palliativmedizinische Versorgung, kurz SAPV, die seit dem 1. Juli 2020 in der Grafschaft Bentheim aktiv ist.
Stationäre Hospizversorgung
Das stationäre Angebot der Palliativstation an der EUREGIO-KLINIK in Nordhorn ergänzt die ambulante Versorgung. Unter der Prämisse „aus der Grafschaft für die Grafschaft“ haben sich in den letzten Jahren stationäre palliativmedizinische Strukturen etabliert, die von uns zur weiteren Entwicklung projektbezogen unterstützt werden können.
Die Zusammenarbeit aller Beteiligter in den ambulanten und stationären Strukturen sichert die qualitativ hohe Versorgung der Palliativpatienten.

Warum gibt es in der Grafschaft Bentheim kein eigenes stationäres Hospiz?
Als Hospizstiftung haben wir die Möglichkeit eines eigenen stationären Hospizes in der Grafschaft Bentheim natürlich in Betracht gezogen.
Eine breite und inhaltlich vertiefte Prüfung hat zu dem Ergebnis geführt, dass sich dieses Projekt für den begrenzten Raum der Grafschaft Bentheim nicht wirtschaftlich vertretbar umsetzen lässt.
Durch die Errichtung der Palliativstation an der EUREGIO-KLINIK ist die stationäre Versorgung zudem auf ein qualitativ neues Niveau gehoben worden, so dass ein stationäres Hospiz nicht erforderlich ist.
Wir sind davon überzeugt, dass wir die Hospizarbeit in der Grafschaft Bentheim am wirksamsten durch gezielte Förderung, Kooperation und Vernetzung stärken können.
Unser Vorstand
Dr. med Hermann Thole, Vorsitzender
Dr. med Hermann Thole, geboren 1956, verheiratet und Vater von 3 Söhnen. Seit 1995 in Nordhorn wohnhaft und beheimatet.
"Durch meine Tätigkeit als Anästhesist, Palliativmediziner und Schmerztherapeut an der EUREGIO-Klinik in Nordhorn sowie aufgrund privater Erfahrungen weiß ich um die Bedeutung der Begleitung des Patienten, der Familie und Angehöriger in Krisensituationen. Erweitert wurden diese Erfahrungen durch meine Tätigkeit in der Hospizhilfe Grafschaft Bentheim. Um hier eine qualitativ und strukturelle anspruchsvolle Arbeit zu ermöglichen, engagiere ich mich in der Hospizstiftung."

Holger Vos, stellvertretender Vorsitzender
Holger Vos, geboren und wohnhaft in Nordhorn, verheiratet, zwei Kinder, von Beruf Bankkaufmann, seit 2001 bei der Spiekermann & CO AG, Vermögensverwaltung in Nordhorn beschäftigt.
"Vor 10 Jahren habe ich im verwandtschaftlichen Umfeld Hilfe durch die Hospizhilfe bekommen. Das war für mich ein Auslöser zu erkennen, dass ich im Rahmen meiner Möglichkeiten mitwirken möchte. So bin ich nun seit über acht Jahre dabei."

Tobias Ising, Beisitzer
Tobias Ising. Studium soziale Arbeit und Gerontologie. Seit 2003 Heimleiter des St. Vincenz-Hauses in Neuenhaus.
"Während meiner Ausbildungen und beruflichen Tätigkeiten in verschiedenen Einrichtungen der Altenhilfe habe ich mich umfassend mit Fragen des Lebens und des Sterbens auseinandergesetzt. Individualität und Selbstbestimmung sind ein hohes Gut am Lebensende. Mir ist es wichtig, dass jeder Mensch alleine sterben darf, aber niemals sterben muss. Aufgrund dieses Grundgedankens unterstütze ich seit Jahren den Hospizgedanken."

Unser Beirat

Dr. Gerhard Vogelsang, Nordhorn
Vorsitz

Gitta Mäulen, Nordhorn

Viola Taube, Nordhorn

Dr. Gerd Uffelmann, Nordhorn
Manfred Wellen, Wietmarschen

Johannes Junge, Nordhorn

Jens Knippen, Nordhorn

David Korte, Nordhorn